Geburtstag Pirmin Zurbriggen
ehem. Schweizer Skirennfahrer

Zurbriggen ist Olympiasieger in der Abfahrt und entschied viermal den Gesamtweltcup für sich. Bei seinen drei Weltmeisterschaftsteilnahmen gewann er insgesamt neun Medaillen (viermal Gold, viermal Silber und einmal Bronze). Hinzu kommt der zwölfmalige Gewinn einer Weltcup-Disziplinenwertung.
Ausserdem gehört er dem kleinen Kreis jener Läufer an, die in allen fünf Disziplinen Weltcuprennen gewonnen haben. Heute ist Zurbriggen Hotelier und Präsident des Walliser Skiverbandes. Sein Sohn Elia und seine jüngere Schwester Heidi waren ebenfalls Skirennfahrer.
Der aus dem hinteren Saastal stammende Zurbriggen stand im Alter von vier Jahren erstmals auf Skiern und bestritt als Siebenjähriger die ersten Schülerrennen. 1976 wurde er auf der Lenzerheide Schweizer Jugendmeister im Riesenslalom und wiederholte diesen Erfolg 1977 in Sörenberg.
Wenige Monate später nahm ihn der Schweizerische Skiverband in die Junioren- Trainingsgruppe auf. Bei der Junioren-Europameisterschaft 1980 in Madonna di Campiglio machte er zum ersten Mal international auf sich aufmerksam, als er im Abfahrtsrennen die Goldmedaille gewann.
Am 7. Dezember 1980 kam Zurbriggen in der Abfahrt von Val-d’Isère erstmals im Weltcup zum Einsatz und erreichte den 36. Platz. Die ersten Weltcuppunkte gewann er am 4. Januar 1981 als Fünfter der Kombination in Ebnat-Kappel.
In Wengen feierte er am 24. Januar 1982 mit dem Gewinn der prestigeträchtigen Lauberhorn-Kombination seinen ersten Weltcupsieg. Genau zwei Monate später folgte sein erster Sieg in einem Einzelrennen beim Riesenslalom in San Sicario.
Mit zwei Siegen etablierte sich Zurbriggen während der Saison 1982/83 an der Weltspitze. In der Saison 1983/84 entschied er mit insgesamt vier Siegen die Gesamtweltcup-Wertung für sich, in der Riesenslalom-Disziplinenwertung holte er wie Ingemar Stenmark 115 Punkte, jedoch ging die Wertung an den Schweden, weil dieser die grössere Zahl an Siegen hatte.
Vor den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo zählte Zurbriggen zum engsten Favoritenkreis, doch er konnte den Erwartungen nicht standhalten. Er schied im Riesenslalom und im Slalom aus und verpasste als Vierter der Abfahrt die Bronzemedaille um zehn Hundertstelsekunden.
Auch in der Saison 1987/88 war Zurbriggen äusserst erfolgreich. Bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary gewann er die Goldmedaille in der Abfahrt und wurde Dritter im Riesenslalom.
Eine weitere Medaille (womöglich Gold) verpasste er in der Kombination, als er – nach seinem Sieg in der "Kombi-Abfahrt" vom 16. Februar (1,61 sec. Vorsprung auf den auf Rang 5 platzierten späteren Goldmedaillengewinner Hubert Strolz) und nach dem 1. Durchgang beim "Kombi-Slalom" am 17. Februar – aussichtsreich in der Zwischenwertung auf Rang 1 positioniert, im 2. Lauf nach ca. 30 Sekunden (Laufzeit um 41 Sekunden) stürzte.
Zurbriggen heiratete am 30. Juni 1989 Monika Julen, die mit dem Riesenslalomolympiasieger Max Julen verwandt ist; das Paar hat fünf Kinder. Er übernahm das Hotel seiner Eltern in Saas-Almagell, erwarb ein weiteres Hotel in Zermatt und machte Werbung für mehrere Schweizer Unternehmen.
IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch ehrte ihn im Juni 2001 mit dem Olympischen Orden. Anlässlich der 100-Jahr-Feier von Swiss-Ski im Juli 2004 wurden Pirmin Zurbriggen und Vreni Schneider zu den «eidgenössischen Jahrhundert-Sportlern des Ski- und Schneesports» gewählt.
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